Zu Beginn diesen Jahres wurde der Wehrdienst auf 6 statt 9 Monate verkürzt. Meine FDP Stimme bei der letzten Bundestagswahl hat sich in dieser Hinsicht zu 100% gelohnt. Dachte ich. Bis heute.
Nachdem ich während der Ausbildung zum Fachinformatiker kontinuierlich vom Zivildienst angeschrieben wurde, was ich denn derzeit beruflich machen würde, wurde ich – zum Glück meines Arbeitgebers – nach der Ausbildung wegen dem Mangel von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt auf Antrag für ein Jahr vom Zivildienst zurückgestellt. Eine Auflage war, dass wir innerhalb dieses Zeitraums einen geeigneten Ersatz suchen, damit ich ab dem 1.10. diesen Jahres zum Zivildienst kann. Die Suche gestaltet sich als nicht gerade einfach, da offensichtlich in Deutschland niemand zu finden ist, der erstens jobsuchend ist und zweitens gute Kenntnisse in Typo3 hat. Das sagt zumindest unsere zuständige Arbeitsagentur.
Nun habe ich noch geschlagene 3-4 Wochen Zeit, um mir eine Zivildienststelle zu suchen, oder eine weitere Rückstellung zu beantragen. Heute bekam ich einen Anruf von einem lokalen Kindergarten: sie haben leider keine Stelle für mich, weil ich ja “nur” 6 Monate Zivildienst leisten kann/will. Deswegen nehmen sie lieber einen Schüler. Halloooooo Gleichberechtigung! Inzwischen weiß ich schon nicht mehr, wo ich noch nach einer halbwegs zumutbaren Stelle fragen könnte.
Smells like Zivildienst Köln weist mir ‘ne Stelle zu, die sonstwo liegt und die Firma dreht derweil eine Runde am Rad. ;/ Einzige Hoffnung: die Zivildienstmenschen akzeptieren die Tatsache, dass es in Deutschland keinen angemessenen Ersatz gibt und lassen mich ziehen. #ihate.




